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Soziale Projekte finanzieren

VDWS-Workshop zum Thema „soziale Projekte finanzieren“ im Rahmen der Instruktoren Fortbildung auf der boot, 23.01.2017

 

Auf Wunsch der Fortbildungsteilnehmer auf der boot 2016 wurde bei der Fortbildung 2017 das Thema „Soziale Projekte finanzieren: Möglichkeiten, Hindernisse, Tipps – ein Experten-Update” behandelt.

Als Gastreferent wurde Dr. Werner Müller vom Verein transfer e.V. eingeladen, der praktische Tipps für diejenigen geben konnte, die für ihre fortlaufenden oder zukünftig geplanten sozialen Projekte noch eine Finanzierungslücke schließen müssen. Deshalb hier die Inhalte noch einmal kurz zusammengefasst: 

Allgemeine Infos zu transfer e.V.

  • Gemeinnütziger Verein der Jugendhilfe
  • Arbeitsfelder: Kinder- und Jugendreisen, Jugend & Gesundheit, interkulturelle & internationale Jugendarbeit
  • Ziele: Qualifizierung von Multiplikatoren, Beratung bei Projekten (regional, bundes- und weltweit), Aufbau und Koordination von Netzwerken.
  • Weitere Infos und Kontakt:  

Möglichkeiten, um erste Kontakte herzustellen


Fördermöglichkeiten

Ein Leitfaden für die Herangehensweise, wenn man eigene Projekte gefördert haben möchte.

Grundsätzliches zur Herangehensweise

  • Zuständige Behörden & Ministerien finden und Kontaktpersonen ausfindig machen
  • Ergänzend dazu: Gibt es passende Stiftungen?
  • Beziehungspflege
  • Gemeinnützigkeit schaffen
  • Expertisen aufbauen und Zeit zur Verfügung stellen

1. Projektförderung allgemein

  • Bundesinitiative Mäuse für Mobilität (siehe Broschüre unter Bundesinitiative „Mäuse für Mobilität“): Tipps zum Einwerben von Fördermitteln und Auffinden öffentlicher Förderquellen
  • Jugendämter: Landesjugendämter mit Beratungsstellen. Netzwerk IJS = Individueller Jugendhilfeservice e.V. https://www.ijs-ev.de/
  • IHK-Stiftung: Projektförderungen, „Jugend macht Bildung“, Übergang Schule-Beruf für Geflüchtete, etc.

2. Bundesland (hier: NRW)

  • Inklusives Kinder- und Jugendreisen: Fachkräftepool für kostenlose Beratung und Begleitung inklusiver Angebote. 
  • Interkulturelles Lernfeld Schule (IKUS): Kooperation von Schule und Organisationen der internationalen Jugendarbeit für interkulturelles Lernen. Beratungsgespräche, Konzeptentwicklungen und Umsetzungen.
  • Kaalay la!-Stiftung: Konzeptentwicklung und -evaluation von Kinder- und Jugendfreizeiten für und mit jungen Flüchtlingen.

3. Bund

  • Forscher – Praktiker Dialog. Internationale Jugendarbeit (IJA) – Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Ziele: Innovative, richtungsweisende und nachhaltige Impulse für die Beratung und Qualifizierung.
  • Robert-Bosch-Stiftung: Kooperation mit dem Bundes- Jugendministerium. Projekte aus Gesundheit, Wissenschaft, Gesellschaft, Bildung und Völkerverständigung
  • Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ):“weltwärts“- der entwicklungspolitische Freiwilligendienst. Gegenseitiges Lernen und interkultureller Austausch.
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzGA): „Projekt Gut Drauf“. Ziel: Die Jugendlichen da abzuholen, wo sie täglich sind: in Schulen, Betrieben, Sportvereinen, Jugendeinrichtungen bzw. auf Jugendreisen. 
  • Stiftung Mercator: Perspektiven öffnen – Chancen ermöglichen: Europa stärken, Integration durch gleiche Bildungschancen, Klimaschutz, kulturelle Bildung.
  • Jugend-Auslands-Berater (JAB NRW): Internationale Begegnungen durch Auslandprogramme im nicht-kommerziellen Bereich. Ziele: Informationsweitergabe und Überwindung von Hemmungen. Teilinitiative von „JiVE – Jugendarbeit International – Vielfalt erleben“

4. EU/International


Hinweis: Diese Übersicht hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit aller Aussagen.

Anträge stellen: Zentrale Eckpunkte

  • „Expertise“ organisieren und feste Zuständigkeiten schaffen (klare Ansprechpartner)
  • Zeit einplanen (Recherche, Anträge ausfüllen oder formulieren, etc.)
  • Förderprogramme und -ziele der Förderer sorgfältig lesen! Wo liegen die Förderschwerpunkte? Passen diese zu unserem Projekt?

Nicht gleich Anträge einreichen, sondern...

  • Exposé erstellen (1,5 Seiten, entsprechend den Förderrichtlinien)
  • Kurztelefonat bzw. Kurzberatung: lohnt der Antrag? Stichworte machen!
  • Antrag fertig stellen (Zeit einplanen!)
  • Wenn erforderlich 10-20% Eigenleistung vorweisen – in der Regel monetär, ggf. kann Leistung auch durch Arbeit eingebracht werden
  • Per Mail Antrag stellen (Formular oder offen)
  • Projekt nachhaltig gestalten!